Bestehende Anlage. Neue Möglichkeiten.

Modernisierung von Anlagen

Nicht alles ersetzen.
Das Richtige erneuern.

Ich analysiere die bestehende Steuerung und entwickle ein Modernisierungskonzept für SPS, HMI, Antriebe, industrielle Kommunikation und Elektrik. Funktionsfähige Technik bleibt dort erhalten, wo es technisch sinnvoll ist.

Eine Anlage. Zwei Steuerungsstände.

Schematisches Beispiel
Mehr neu50 / 50Mehr Bestand

Eine technische Skizze, kein Kunden-Vorher/Nachher. Austauschumfang und Zielplattform ergeben sich aus der Analyse.

Bestehendes System: Alte SPS, Altes HMI, Alter Antrieb, Alte Verbindung, Wenig Diagnose.

Nach der Modernisierung: Neue SPS, HMI / SCADA, Neuer Antrieb, Passende Verbindung, Mehr Diagnose.

01

Was muss wirklich ersetzt werden?

Wählen Sie eine Komponente. Für jeden Baustein wird geprüft, ob Erhalt oder Austausch sinnvoll ist.

Die Basis der Anlage

Mechanik

Kann erhalten bleiben, wenn Zustand, verbleibende Nutzbarkeit und technische Funktion zur Aufgabe passen. Die Bewertung erfolgt zusammen mit dem mechanischen Projektumfang.

Last und Regelung

Motor

Zustand, Leistung, Betriebsarten, Isolation, Kühlung und Eignung für den vorgesehenen Antrieb werden geprüft. Ein neuer Umrichter erfordert nicht automatisch einen neuen Motor.

Prozesssignale

Sensorik

Messbereich, Genauigkeit, Versorgung, Signalarten und Zustand werden geprüft. Intakte und kompatible Sensoren lassen sich häufig weiterverwenden.

Elektrische Ausrüstung

Schaltschrank

Verdrahtung, Schutz, Platz, Kühlung und Dokumentation werden bewertet. Ob der vorhandene Schrank weitergenutzt werden kann, ergibt die Bestandsaufnahme.

Logik und I/O

SPS

Bei fehlenden Komponenten oder einer nicht mehr unterstützten Engineering-Umgebung wird eine Migration bewertet: Programm, I/O, Zyklus, Schnittstellen und Hardwaregrenzen.

Bedienung

HMI

Fehlende Ersatzpanels, Quelldaten oder Funktionen können einen Austausch erforderlich machen. Variablen, Rezepte, Archive und Bedienabläufe werden geprüft.

Bewegung und Drehmoment

Umrichter

Fehlt eine geeignete Reparatur- oder Ersatzmöglichkeit, werden Motor, Last, Leistung, Ansteuerung und Kommunikation analysiert. Die Auswahl erfolgt nicht nur nach kW.

Datenaustausch

Netzwerk

Protokolle, Topologie, Teilnehmer und Diagnose werden geprüft. Geeignete unterstützte Verbindungen können bleiben; Migration oder Gateway richten sich nach der Kompatibilität.

Die Entscheidung hängt immer von Zustand, Anforderungen und Projekt ab.

Modernisierung beginnt nicht bei null.

Zuerst gilt es zu verstehen, welchen Wert die bestehende Anlage bereits besitzt. Danach wird erneuert, was ihre Arbeit begrenzt.

  • Intakte Mechanik weiterverwenden
  • Unnötigen Austausch vermeiden
  • Abhängigkeit von seltenen Ersatzteilen verringern
  • Diagnose verbessern
  • Spätere Änderungen vorbereiten
  • Weitere Nutzung technisch ermöglichen

Der mögliche Nutzen hängt vom Projekt ab. Eine bestimmte Einsparung oder zusätzliche Lebensdauer wird nicht garantiert.

02

Kein Standardtausch. Ein passendes Ziel.

Mögliche Wege der Modernisierung. Funktion, I/O, Kommunikation, Anforderungen und Wartbarkeit bestimmen die Zielplattform.

SIMATIC S5 / STEP 5Moderne SPS
S7-300 / S7-400Passende aktuelle Plattform
Altes HMIPanel / IPC / SCADA
Alter UmrichterPassender neuer Antrieb
Alte KommunikationUnterstützte Schnittstelle

STEP 7 Classic, TIA Portal, S7-1200 und S7-1500 stehen für praktische Erfahrung, nicht für eine universelle Ersatztabelle. Andere Plattformen werden projektbezogen berücksichtigt.

03

Eine Modernisierung durchspielen.

Die Ausgangsdaten sind für diese Demo festgelegt. Sie zeigt den Analyseweg und trifft keine Geräteauswahl.

Ausgangssystem01
PLC
SIMATIC S5
HMI
Altes Bediengerät
Antrieb
Veralteter Antrieb
Netzwerk
PROFIBUS

Beispiel bereit zur Analyse

Schematisches Beispiel
  1. 01
    SPS

    Programm, I/O, Zyklus und Schnittstellen bewerten.

  2. 02
    HMI

    Projekt, Variablen, Rezepte und Funktionen prüfen.

  3. 03
    Antrieb

    Motor, Leistung, Ansteuerung und Kommunikation prüfen.

  4. 04
    Netzwerk

    Festlegen, was bleiben kann und was sich ändern muss.

Das Ergebnis: ein Modernisierungsplan.

Arbeitsumfang, Prüfungen und einen passenden Übergang festlegen. PROFIBUS im Beispiel bedeutet nicht, dass das Netzwerk automatisch ersetzt werden muss.

Schematische Demo ohne Anlagenverbindung, automatisches Engineering-Urteil oder konkrete Kaufempfehlung.

04

Fünf Phasen. Ein abgestimmter Übergang.

Die Arbeitsmodule führen vom ungeklärten Bestand zur geprüften Steuerung.

01

Analyse

Programm, Hardware, I/O, Netzwerke, Dokumentation und tatsächliche Anlagenfunktion.

02

Konzept

Was bleibt, was wird ersetzt und welche Schnittstellen müssen erhalten bleiben?

03

Vorbereitung

SPS-/HMI-Software, Hardwareauswahl, Plananpassungen und vorbereitete Prüfungen.

04

Umstellung

Abgestimmte Umbaufolge und Übergang an der realen Anlage.

05

Inbetriebnahme

Betriebsarten, Automatikablauf, Optimierung und Übergabe.

05

Die Funktion erhalten. Alte Fehler hinterfragen.

Das Altprogramm enthält Wissen über die Anlage. Eine blinde Kopie im Verhältnis 1:1 ergibt aber nicht immer eine gute neue Steuerung. Entscheidend sind Prozessfunktion und Anforderungen.

  • Technologische Funktion und Betriebsarten
  • Abläufe und betriebliche Verriegelungen
  • Erforderliche externe Schnittstellen
  • Bekannte Fehler und unklare Programmteile
  • Programmstruktur und Diagnose
Alter Code
Anlagenfunktion
Klare Struktur

Sicherheitsfunktionen werden anhand des Sicherheitskonzepts und der erforderlichen Prüfungen gesondert bewertet. Eine normale SPS-Migration ersetzt keine Safety-Bearbeitung.

06

Der Plan soll wieder zur Anlage passen.

Nach mehreren Umbauten können Zeichnung und Realität auseinanderliegen. Im Modernisierungsprojekt lässt sich die Dokumentation im vereinbarten Umfang prüfen und aktualisieren.

Bestehendes System
  1. Schaltplan V1
  2. Umbau
  3. Weiterer Umbau
  4. Anlage ≠ Dokumentation
Migration
  1. Bestandsaufnahme
  2. Geprüfte Schaltung
  3. Aktuelle Software
  4. Abgestimmter Stand

Eine vollständige Neuerstellung in EPLAN gehört nicht automatisch zu jeder Modernisierung. Dokumente, Backups und Übergabeumfang werden vereinbart.

Reale Projekte / 001

Hafenkran in Batumi auf einem Originalfoto des Modernisierungsprojekts
Originalfoto aus Case 001. Kein Vorher-/Nachher-Bildpaar.
Case 001 · Batumi · 2024 · 12 t

Der Kran bleibt. Die kritische Technik wechselt.

Am Hafenkran waren Mannesmann-Umrichter ohne verfügbare Ersatzteile und Herstellerunterstützung im Einsatz. Für den vorhandenen Kran wurde die Umstellung auf Emotron entwickelt.

MannesmannEmotron
  • Hardwareauswahl gemeinsam mit dem Hersteller
  • Elektropläne und STEP-7-Programm angepasst
  • Fünf neue Antriebe integriert und parametriert
  • Kran vor Ort in Betrieb genommen

Der Kran wurde modernisiert und in Betrieb genommen. Der veröffentlichte Bericht beschreibt außerdem ein für Remote-Service vorbereitetes Engineering-PG.

Zum Projekt

Reale Projekte / 006

Vorhandener Weidmüller-Kommunikationsknoten aus Projekt 006
Ausgangstechnik aus Case 006. Das Foto zeigt keine neue ОВЕН ПЛК210.
Case 006 · 2026 · Remote umgesetzt

Ein Baustein. Die Verbindung des Systems.

Ein ausgefallener Weidmüller-Kommunikationscontroller unterbrach den Austausch zwischen TPEM und Siemens S7-1500. Ein direkter Ersatz war nicht verfügbar. Die neue Lösung entstand mit ОВЕН ПЛК210 und CODESYS V3.5.

WeidmüllerОВЕН ПЛК210
  • Modbus RTU auf der TPEM-Seite
  • Modbus TCP auf der Siemens-Seite
  • Bestehende Siemens-Datenstruktur erhalten
  • Anlagenfunktion ohne vollständigen Steuerungsumbau wiederhergestellt

Die gesamte Anlage muss nicht auf einen Hersteller vereinheitlicht werden. Kompatibilität und eine technisch sinnvolle Lösung sind entscheidend.

Zum Projekt
07

Heute läuft sie. Was passiert beim Ausfall?

Funktionsfähigkeit und Reparierbarkeit sind verschiedene Fragen. Eine geplante Modernisierung lässt sich besser vorbereiten als eine Umstellung nach einem Totalausfall.

  • Ersatzteile werden schwer erhältlich
  • Engineering läuft nur auf einem alten PC
  • Das Programm ist schlecht dokumentiert
  • Panel oder Kommunikationsmodul sind schwer ersetzbar
  • Die Wiederanlaufzeit ist schwer abschätzbar
Demonstrationsbeispiel

Ausgangslage des Beispiels verändern

Prüfpriorität im BeispielMittel
  • Verfügbarkeit von SPS und Engineering klären
  • HMI und Projektübernahme prüfen
  • Technische Bewertung eines Antriebsersatzes vorbereiten
  • Dokumentation mit der Anlage abgleichen
  • Vollständigkeit und Wiederherstellbarkeit des Backups prüfen

Geprüften Ausgangsstand sichern und die Verfügbarkeit der Komponenten regelmäßig klären. Im Beispiel sind keine Probleme markiert.

Vereinfachter Indikator: 0–1 markierte Probleme = niedrig, 2–3 = mittel, 4–5 = hoch. Keine Risikoberechnung für Ihre Anlage.

Alter ist ein Prüfgrund. Kein Entsorgungsgrund.

Intakte Technik wird nicht allein durch ihr Alter schlecht. Support, Ersatzteile, Erweiterbarkeit und Engineering können ihre weitere Nutzung aber einschränken. Deshalb wird jede Komponente einzeln bewertet.

08

Rund um die Produktion planen.

Die Umstellung braucht ein verfügbares Stillstandsfenster und eine klare Reihenfolge. Teile lassen sich vorab vorbereiten; eine Umsetzung in Etappen hängt vom Projekt ab.

01

Vor dem Stillstand

  • Software vorprogrammieren
  • Hardware und Pläne vorbereiten
  • Altstand sichern
  • Mögliche Rückfallstrategie abstimmen
02

Während der Umstellung

  • Stillstandsfenster festlegen
  • Klare Umbaufolge einhalten
  • Nach dem Montageabschluss prüfen
  • In Betrieb nehmen und übergeben

Ein Rückbau ist nicht in jeder Architektur möglich. Eine Modernisierung ohne Produktionsstopp wird nicht versprochen.

09

Das Alte verstehen, um das Neue zu entwickeln.

STEP 5, STEP 7 Classic, ältere Siemens-Systeme, HMI-Projekte und Antriebssoftware helfen, die ursprüngliche Funktion nachzuvollziehen. Auf dieser Grundlage wird die neue Architektur entwickelt.

Erfahrung und Qualifikation ↗
STEP 501
STEP 7 Classic02
TIA Portal03

Sie haben eine alte Typnummer?

Schicken Sie Typ, Typenschildfoto und eine Beschreibung der Funktion. Damit lässt sich eine mögliche Modernisierung zunächst einordnen.

Zum Beispiel: 6ES5… / 6ES7… / HMI- oder Antriebstyp

Modernisierungsoption prüfen

Persönliche Prüfung über die Kontaktseite. Hier findet keine automatische Ersatzteilzuordnung statt.

10

Vor dem Projektstart

Muss die komplette Anlage ersetzt werden?

Nicht unbedingt. Zustand, Funktion und Kompatibilität werden für jeden Teil bewertet. Was bleiben kann und was ersetzt werden muss, ergibt sich aus der Analyse.

Auf welche SPS-Plattform wird migriert?

Es gibt keinen universellen Ersatz. I/O, Programm, Zyklus, Netzwerke, Wartung und Projektanforderungen bestimmen die Auswahl. Siemens S7-1200/S7-1500 und andere Plattformen werden nach Aufgabe bewertet.

Können Motoren und PROFIBUS erhalten bleiben?

Das ist möglich, wenn Zustand und Kompatibilität passen. Motoren, Netzwerk und Teilnehmer werden separat geprüft. Name oder Alter allein erlauben keine Zusage.

Geht die Umstellung ohne Stillstand?

Das hängt von Architektur und Umfang ab. Vorbereitete Arbeiten und Etappen können helfen; Montage, Prüfungen und Inbetriebnahme benötigen in der Regel ein abgestimmtes Zeitfenster.

Was passiert mit Software und Dokumentation?

Der Ausgangsstand wird analysiert. Programme, Schaltpläne, Backups und Dokumentation werden im vereinbarten Projektumfang bearbeitet. Sicherheitsfunktionen werden gesondert betrachtet.

Bestehende Anlage. Neue Möglichkeiten.

Die Anlage läuft. Die Steuerung ist überholt?

Eine erste Bewertung ist auch vor einem größeren Ausfall möglich. Senden Sie die verfügbaren Unterlagen — ich sehe mir den Bestand an, und wir klären den nächsten Schritt.

  • Fotos vom Schaltschrank
  • SPS- und HMI-Typ
  • Umrichter und Typnummern
  • Elektroschaltpläne
  • Vorhandenes SPS-Projekt

Umfang und Machbarkeit ergeben sich aus der Bewertung der bestehenden Anlage.